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Konverterstationen

Konverterstationen

Man braucht sie, um Gleichstrom in Wechselstrom zu verwandeln. Ansonsten brummen sie und verschandeln die Landschaft.

Das bestehende Hoch- und Höchstspannungsnetz wird in Deutschland standardmäßig mit Wechselstrom betrieben. Bei einer Gleichstromverbindung wie SuedLink von Bad Segeberg im Norden bis Neckargartach und als C06 bis Goldshöfe muss der Wechselstrom in einem Konverter im Norden in Gleichstrom umgewandelt, über die Leitung transportiert und am Zielpunkt wieder in Wechselstrom rückgewandelt werden. Damit besteht eine HGÜ-Verbindung aus der Transportleitung und zwei Konvertern an den Anfangs- und Endpunkten der Verbindung.

HGÜ=Höchstspannungsgleichstromübertragung.

HGÜ-Übertragung

 

 

 

 

 

Die Funktionsweise eines Konverters

Die Konverterstationen sind technische Anlagen, mithilfe derer am Anfangs- und Endpunkt der SuedLink-Verbindung die ankommende 380-kV-Wechselstromleitung in eine ±500 kV-Gleichstromleitung überführt wird bzw. umgekehrt. Tennet plant derzeit, die beiden Konverter für SuedLink als selbstgeführte Stromrichter (VSC – Voltage Source Control) zu errichten. Diese können das lokale Netz vor Ort zusätzlich stabilisieren. Außerdem ist mit ihnen die Umwandlung des Stroms in beide Richtungen möglich. Das heißt, dass mit der HGÜ-Verbindung Strom sowohl von Nord nach Süd als auch umgekehrt transportiert werden kann, z. B. während einer Windflaute im Norden und gleichzeitigem Überschuss an Solarenergie im Süden.

Ab Grafenrheinfeld zwischen Würzburg und Schweinfurt nach Goldshöfe wäre Transnet für die Leitung zuständig. Transnet  hat diese HGÜ im 1.ten Entwurf des NEP14 erneut mit 2 GW beantragt. Sollte der Antrag von der BNetzA im Anfang des Jahres 2015 genehmigt werden, dann würde in Goldshöfe auf der freien Fläche ebenfalls so eine Konverterstation gebaut werden müssen. Das schlimme für uns wären also neben den unnötigen Leitungen, zusätzlich die mindestens 7 bis 10 ha große Konverteranlage im Vorfeld des bereits bestehenden Umspannwerkes.

Mögliche Konverteranordnung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Gelände der auch Umrichterstationen genannten Anlagen befinden sich mehrereKomponenten. Die Zaunabmaße betragen dabei nach derzeitigem Stand der Planungen 230 mal 300m, also etwa 7 Hektar für eine einfache Anlage. Bei der von Transnet beantragten 2 GW HGÜ-leitung wären die Außenmaße etwas größer. Die Außenanlagen sind vergleichbar mit der jetzigen im Vergleich dazu sehr kleinen Umspannanlage und können zu großen Teilen begrünt werden. In zwei ca. 20 Meter hohen und über 100m langen Konverterhallen – je eine für den Plus- und den Minuspol der SuedLink-Verbindung – wird der Strom mittels spezieller Leistungselektronikbauteile umgewandelt. Außerdem befinden sich auf dem Gelände Transformatoren, die die unterschiedlichen Spannungsebenen des 380 kV-Wechselstromnetzes und der ±500 kV-Gleichstromleitung anpassen. Des Weiteren befinden sich Kühlaggregate und die Schaltfelder zum Wechselstromnetz und zur Gleichstromverbindung auf dem Gelände.

 

Quelle: Tennet.

 

 

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