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Okt 06

BI Hüttlingen: Leitungsverstärkung durch Umbeseilung

Leitungsverstärkung durch Umbeseilung

 


Leitungsverstärkung der bestehenden 110 KV-Leitung nach Hohenberg. Von der Umbeseilung erfuhr die Gemeinde durch eine Anfrage der auszuführenden Firma, ob der Trassenverlauf frei wäre.

Die 2x 110 KV-Leitung von Goldshöfe nach Hohenberg soll umbeseilt werden, das Vorhaben wurde durch ein Schreiben an die Gemeinde angekündigt. Umbeseilung heißt, auf einen Arm, der schon eine Leitung hat, kommt eine weitere, parallel dazu drauf in etwa 30 cm Abstand mit Abstandshaltern. Anfrage durch die Gemeinde Hüttlingen

Anschreiben an die Ausbaufirma Nachdem wir in Hüttlingen eine sehr aktive BI haben, die u.a. eine projektierte380 kV-Leitung von Goldshöfe nach Bünzwangen verhindert hat, bin ich gezwungen, Ihr Vorhaben dem Gemeinderat in seiner Sitzung am 28.9.2017 vorzustellen. Ich habe hierzu noch folgende Fragen:

  1. Wie ich der Planung entnehmen kann, sind 27 Masten betroffen, sind höhere Masten vorgesehen?
  2. Werden neue Hochtemperaturleiterseile aufgezogen?
  3. Wird die Hochspannung verändert oder bleibt sie gleich?
  4. Gibt es eine Kapazitätserweiterung der Leitungen? Ich bitte um Mitteilung der technischen Daten.

In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen


 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Ensle,

ich möchte Ihnen die Fragen beantworten, die Sie zu den geplanten Maßnahmen auf unserer 110-kV-Freileitung Kupferzell-Hohenberg (Anlage 0325) an die Firma Edison gestellt haben.

Wie Sie wissen, haben wir Ihre Gemeinde über die angesprochenen Maßnahmen bereits im Zuge der Netzverstärkung Ostalbkreis (Anlage 0412) informiert (u.a. in der Informationsveranstaltung am 21.10.2015 in Hüttlingen). Zu den angekündigten Maßnahmen gab es bis heute keine Änderungen.

Zu 1:

Die bestehende Anlage 0321 besteht aus 31 Masten. Im Einführungsbereich des UW Goldshöfe planen wir die Anlage 0321 mit der Anlage 0412 auf einer Leitung auf der Trasse der Anlage 0321 zu bündeln. Wie angekündigt, wird dies Teil des Vorhabens Netzverstärkung Ostalbkreis sein.

Die übrigen Maste (ab etwa Mittellengenfeld Richtung Nordwesten) sind grundsätzlich für die geplante Umbeseilung ausgelegt. Einzelne Maste werden statisch nachgerechnet und ggf. in sich verstärkt, bzw. saniert. Auf der Anlage 0321 sind keine neuen Masten vorgesehen. Die Masthöhen und Breiten sowie das Mastbild ändern sich durch die Umbeseilung nicht.

Zu 2:

Hochtemperaturseile werden nicht eingesetzt, da wir auch mit konventionellen Leiterseilen die erforderlichen Kapazitäten bereitstellen können.

Zu 3:

Aktuell wird die Freileitung mit zwei 110-kV-Stromkreisen betrieben. Der zweite 110-kV-Stromkreis wurde erst vor einiger Zeit von 220-kV auf 110-kV umgestellt. Die beiden Stromkreise werden auch nach der Umbeseilung mit 110-kV betrieben.

Zu 4:

Ja, die Umbeseilung ist mit einer Kapazitätserweiterung verbunden. Die Begründung liegt, wie auch bei der Netzverstärkung Ostalbkreis im Ausbau der regenerativen Erzeugungsanlagen. Im Bestand sind beide Stromkreise für eine Stromtragfähigkeit von jeweils 900 A ausgelegt. Nach der Umbeseilung zu sogenannten 2er-Bündeln sind beide Stromkreise für eine Stromtragfähigkeit von jeweils 1.360 A ausgelegt.

 

Ich hoffe, Ihnen damit Ihre Fragen beantwortet zu haben. Sollten Sie noch weitere Fragen zum Projekt haben, können Sie sich gerne auch telefonisch an mich wenden.

(Netze BW)

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