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Feb 27

Energiewende KW9: Solarenergie und Horst Seehofer geben nicht klein bei

 

Solarenergie und Horst Seehofer geben nicht klein bei

veröffentlicht am 27.02.2015, 16:42 von Jan VoßKommentare: 0

 

Bild: Green Prophet (CC BY 2.0)

Presseschau KW 9

Auch in der vergangenen Woche konnte der Stromtrassen-Streit zwischen dem Freistaat Bayern und vierzehn anderen Bundesländern nicht beigelegt werden. Die Blockadehaltung des Freistaates hält an. Das nahezu totgesagte Solarenergie-Projekt Desertec lebt und scheint sich unter den Strapazen der letzten Jahre weiterentwickelt zu haben. Und Klimaleugner werden von der Industrie der fossilen Energieproduzenten bezahlt. Diese und weitere Themen in der aktuellen Presseschau.

Stromtrassen-Streit geht weiter

Der Streit um die Stromtrassen in Bayern hat auch in der vergangenen Woche kein Ende genommen. Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann warf Horst Seehofer unverantwortliches und unverständliches Handeln vor, berichtet der Spiegel. Der Bayerische Ministerpräsident Seehofer steht mit seiner Haltung gegen 14 andere Bundesländer.  Am Dienstag, den 24. Februar wurde das konfliktreiche Thema auch im Koalitionsausschuss der Bundesregierung besprochen, schreibt die taz. Laut Berliner Zeitung wurde Seehofer auf der nächtlichen Sitzung eine Schonfrist bis zur Sommerpause gewährt, obwohl er mit seinen Forderungen gegen ein Gesetz vorgehen will, das er und seine Partei selbst mitbeschlossen haben.

Fossil-Industrie bezahlt Klimaleugner

Einer der führenden Wissenschaftler, auf die sich weltweit die Leugner des menschengemachten Klimawandels berufen, ist jahrelang heimlich für seine Arbeit von der Kohle- und Öllobby finanziert worden, schreibt die taz und beruft sich dabei auch die Analysen der New York Times. Der Forscher im Bereich der Astrophysik Wei-Hock Soon vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics habe insgesamt etwa 1,2 Millionen Dollar für seine Forschungen erhalten und diese Förderungen bei vielen seiner Publikationen nicht angegeben. Er habe mit Kollegen unter anderem zum Einfluss der Sonne auf das Klima der Erde oder zur Veränderung des Monsunregens in Indien publiziert. Analysen der New York Times zeigen, dass Soon seit 2008 mindestens in 11 Studien die Finanzierung durch die fossile Industrie verschwiegen hat.

Strom in der Wüste noch nicht ausgetrocknet?

Im Jahr 2009 waren es noch 60 Gesellschafter und Partner aus 60 Ländern, heute nur noch drei aus drei verschiedenen Ländern. Diese kleine Zahl an Interessierten kämpft unter dem Firmenkürzel “Dii” weiterhin für die Umsetzung des Wüstenstrom-Projekts Desertec. Die Grüne Wirtschaftswoche geht darauf ein, welche Gründe laut Dii gegen ein Scheitern des Projekts Desertec sprechen. Weltweit befindet sich der Solarstrom auf dem Vormarsch und wird immer günstiger. Das geht aus einer Studie des Frauenhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg hervor, wie ebenfalls die Grüne Wirtschaftswoche berichtet. Bis 2025 sollen die Kosten von Solarstrom in Mittel- und Südeuropa demnach auf vier bis sechs Eurocent pro Kilowattstunde sinken, bis 2050 sogar auf zwei bis vier Cent.

Windpark vor Großbritannien darf gebaut werden

Die Offshore-Windparks in Deutschland kommen nur schleppend voran. Im benachbarten Großbritannien hat gerade die britische Regierung grünes Licht für den Bau des Dogger Bank Creyke Beck Windparks gegeben, so die Grüne Wirtschaftswoche. 130 Kilometer vor der Küste im Osten Großbritanniens soll die weltweit größte Meereswindfarm entstehen. In einer ersten Ausbaustufe sind rund 400 Windräder mit einer Leistung von 2,4 Gigawatt geplant. Diese sollen etwas mehr als zwei Prozent des britischen Stromverbrauchs decken und in jedem Jahr rund acht Terawattstunden Strom produzieren. Der Park soll 4.750 direkte und indirekte Arbeitsplätze schaffen und mehr als 1,5 Milliarden Pfund zur britischen Wirtschaft beitragen, berichtet iwr.

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